ACVR2B von Bio-Peptide wirkt als löslicher Köder-Rezeptor (Decoy Receptor) für Activin Typ IIB und verhindert, dass Myostatin sowie verwandte TGF-β-Liganden an die membrangebundenen Rezeptoren der Skelettmuskelzelle andocken. Myostatin hemmt physiologisch die Proliferation der Satellitenzellen; durch seine Blockade werden die Wachstumssuppressor-Signale unterbrochen — in präklinischen Modellen führte das zu messbarer Muskelhyperplasie. Im Vergleich zu Follistatin-344, einem endogenen Bindungsprotein, das Myostatin auf Ligandenebene neutralisiert, deckt ACE-031 ein breiteres Spektrum an Activin-Liganden ab, da es direkt auf Rezeptorebene agiert.
ACE-031 bindet Myostatin mit hoher Affinität und blockiert den ACVR2B-Signalweg, der die Muskelmasse negativ reguliert: Wird er inhibiert, steigt die Rate der Myofibrillen-Synthese in Typ-II-Muskelfasern nachweislich an. In einer klinischen Phase-II-Studie (Acceleron Pharma, NCT01099761) zeigte die Substanz bei gesunden Probanden eine signifikante Zunahme der fettfreien Körpermasse innerhalb von 29 Tagen bei Einzeldosen zwischen 0,1 und 3,0 mg pro kg. Dennoch gilt ACE-031 als experimentell, da Langzeitdaten und eine behördliche Zulassung für gesunde Anwender fehlen.
Bio-Peptide produziert ACE-031 als lyophilisiertes Pulver mit 10 mg pro Vial; eine Reinheit von mindestens 98 % wird per HPLC-Analyse verifiziert, die Endotoxin-Freiheit per LAL-Test bestätigt. Jede Charge trägt eine Lot-Nummer mit rückverfolgbarem Zertifikat (CoA); die Abfüllung erfolgt unter GMP-konformen Reinraumbedingungen, um Kontaminationsrisiken zu minimieren.