MGF (Mechano-Growth-Factor) ist eine mechanisch induzierte Spleißvariante des IGF-1-Gens, die in beanspruchtem Muskelgewebe lokal produziert wird und Satellitenzellen zur Proliferation aktiviert. Dieser Mechanismus unterscheidet MGF fundamental von systemisch zirkulierenden Wachstumsfaktoren: Das Peptid wirkt parakrin – direkt am Ort der mechanischen Beanspruchung – und nicht endokrin über den Blutkreislauf. Die lokale Konzentration erreicht nach intensiver Belastung innerhalb von 30 Minuten ihren Peak; die Halbwertszeit des nativen MGF im Plasma liegt unter 30 Minuten.
Durch Pegylierung verlängert PEG-MGF seine Halbwertszeit auf mehrere Tage und erzeugt eine gleichmäßige systemische Verfügbarkeit – geeignet für kontinuierliche Prozesse an Nicht-Trainingstagen. Natives MGF hingegen erzeugt einen kurzen, intensiven Impuls und adressiert das unmittelbare Zeitfenster nach der Belastung, wenn Satellitenzellen maximal aktivierbar sind. Es bindet an spezifische Rezeptoren auf Satellitenzellen und triggert deren Proliferation sowie Differenzierung zu Myoblasten.
Jeder Batch wird dreistufig validiert: HPLC-Reinheitsanalyse, LAL-Endotoxintest und massenspektrometrische Identitätsverifikation. Erst nach numerisch dokumentiertem Bestehen aller drei Prüfschritte wird das chargenspezifische CoA ausgestellt. Der LAL-Test gilt dabei als Goldstandard für den Nachweis bakterieller Endotoxine in Peptidzubereitungen.