IGF-1 LR3 ist ein 83 Aminosäuren langes, synthetisch modifiziertes IGF-1-Analogon: Die N-terminale Arg-Substitution und die C-terminale Verlängerung senken die Bindungsaffinität zu IGF-bindenden Proteinen und verlängern die biologische Halbwertszeit gegenüber nativem IGF-1 (ca. 10–12 Minuten) auf bis zu 20–30 Stunden. Geliefert wird ein steriles Trockenlyophilisat im 1-mg-Vial, das vor der Anwendung fachgerecht rekonstituiert werden muss.
Die fertige Lösung wird lichtgeschützt bei 2–8 °C gelagert; Gefrieren zerstört die Peptidstruktur irreversibel. Das Lyophilisat selbst toleriert kurze Transportphasen bis 25 °C, sollte aber dauerhaft gekühlt aufbewahrt werden. Zur subkutanen Applikation dient eine Insulinspritze (28–31 G, 6–8 mm) – minimales Volumen, wenig Gewebstrauma, Dosierung in 1-µg-Schritten. Die Injektionsstelle wird mit einem Alkoholtupfer desinfiziert, anschließend langsam und gleichmäßig injizieren. Reinheit und Identität werden per Reversed-Phase-HPLC verifiziert; der LAL-Test sichert parenteral sichere Endotoxingrenzwerte.