S-23 (CAS 1882367-47-6) ist der orale Androgenrezeptor-Modulator der SARM-Klasse, dessen Suppressionspotenzial gegenüber der Gonadenachse in präklinischen Daten am stärksten dokumentiert ist. Wo moderate SARMs wie Ostarine (MK-2866) bei niedrigen Dosen nur eine minimale Achsendämpfung zeigen, induziert S-23 bereits bei 10–15 mg täglich eine messbare Reduktion der Gonadotropinausschüttung — sichtbar an sinkenden LH- und FSH-Werten im Blutbild. Ursache ist die hohe Bindungsaffinität an den Androgenrezeptor (Ki unter 1 nM, Jones et al., 2009), die auf hypothalamischer Ebene einen negativen Rückkopplungseffekt auslöst.
Eine Post-Cycle-Therapie ist nach S-23-Zyklen grundsätzlich angezeigt; ihre Intensität richtet sich nach Dauer und Dosierung. Kurzzyklen von vier Wochen bei 10 mg täglich verlangen typischerweise eine vierwöchige Mini-PCT; längere oder höher dosierte Protokolle (über sechs Wochen, über 20 mg/Tag) eine vollwertige SERM-PCT über sechs bis acht Wochen. Als Blutmarker dienen:
Gemessen wird per Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA). Master Pharma empfiehlt, die Basiswerte vor Zyklusbeginn zu erheben, um individuelle Abweichungen später korrekt einordnen zu können.
Die S-23-Tablettenlinie ist in eine produktgruppenspezifische Freigabelogistik eingebettet: Neben der HPLC-Gehaltsbestimmung wird jede Charge auf Tablettengleichmäßigkeit nach Ph. Eur. 2.9.5 geprüft, damit die nominale Dosis von 10 mg pro Tablette chargenübergreifend reproduzierbar bleibt; der LAL-Endotoxintest schließt mikrobielle Kontamination aus. Das Freigabeprotokoll ist chargennummerngebunden und auf Anfrage einsehbar.