Wer die Inkretinmimetika vergleicht, sieht drei Stufen: Semaglutid als reiner GLP-1-Agonist, Tirzepatid als Dual-Agonist und Retatrutid als Triple-Agonist. Tirzapic 60 mg/3 ml repräsentiert die mittlere Stufe — mit der höchsten Konzentration der Tirzapic-Linie.
Semaglutid aktiviert ausschließlich den GLP-1-Rezeptor mit hoher Affinität und erreicht subkutan eine Halbwertszeit von etwa sieben Tagen (zusätzlich existiert eine orale Form). Tirzepatid bündelt GLP-1- und GIP-Agonismus in einem Molekül; der GIP-Anteil verstärkt die insulinotrope Wirkung über einen separaten Rezeptorpfad. Retatrutid erweitert das Spektrum zusätzlich um den Glukagonrezeptor — stärkere Lipolyse-Stimulation, aber auch ein breiteres Nebenwirkungsprofil. Tirzepatid nimmt die Zwischenposition ein: breitere Abdeckung als Semaglutid, gezieltere Selektivität als Retatrutid. Die SURMOUNT-Daten (NEJM 2022) zeigen für die höchste Dosis eine mittlere Gewichtsreduktion von bis zu 22,5 % über 72 Wochen.
Der vorgefüllte Pen mit Drehskalierung trägt die Konzentration von 60 mg/3 ml — abgefüllt für die subkutane Injektion einmal pro Woche. Die Freigabe erfolgt zweistufig: HPLC-Gehaltsbestimmung mit Reinheitsschwellenwert ≥ 99 % und LAL-Endotoxintest nach Ph.-Eur.-Standard; beide Ergebnisse sind im chargenspezifischen Zertifikat erfasst.
Tirzapic gehört in den Kühlschrank (2–8 °C); nach Anbruch ist die Lösung innerhalb der angegebenen Frist zu verbrauchen.